Hohlboden

hohlboden1.jpgDie ständig wechselnden Anforderungen an die Installationen der gesamten Haustechnik und die sich hieraus ergebenden erheblichen Kosten und Nutzungsausfälle haben zu der Lösung Hohlboden geführt.

Wie der Begriff Hohlboden sagt, wird der Boden so konstruiert, dass ein Hohlraum entsteht, durch den problemlos und schnell Installationen geführt werden können und bei wechselnden Anforderungen genau so gut geändert werden.

Die Konstruktion des Hohlbodens wird durch den Einbau von Stützen und darauf liegender „Schalungsplatten“ realisiert.

Je nach System kann dann mit Fließestrich (Nasssystem) oder Bodenplatten (Trockenbau) der Untergrund für den Bodenbelag geschaffen werden. Die endgültige Nutzung entscheidet über den beliebig wählbaren Bodenbelag.

In dieser Wahl- und Änderungsmöglichkeit besteht neben der durchgehenden Fläche der wesentliche Unterschied zum Doppelboden.

Bei diesem wird der fertige Boden inklusive des Bodenbelags auf Stützen aufgelegt. Das Raster bleibt mehr oder minder sichtbar. So sind Vor- und Nachteile vor der Auswahl gegeneinander abzuwägen.

Während der Doppelboden nach Jahren durch Aufnahme beliebig vieler einzelner Doppelbodenplatten frei zugänglich ist, sind zukünftige Nutzer des Hohlbodens auf die ursprünglich eingebauten Revisionsöffnungen festgelegt.

Allerdings können durch Änderungsarbeiten diese Revisions- und Anschlussöffnungen beliebig verlegt werden. Um es zu wiederhohlen: Bei veränderter Nutzung kann durch Änderung des Bodenbelages eine beliebige Optik gewählt werden, dass keinem sichtbaren Raster unterworfen ist.

In diesem zukunftsträchtigen Markt haben sich viele Hersteller mit eigenen Systemen einen Namen gemacht. Für
Hohlboden gilt die DIN EN 13213, die alle Prüfkriterien beinhaltet.

Alle Hersteller bieten neben der Projektierung und Planungsbegleitung, Ausschreibungshilfen bis hin zur Montage einen Full-Service.

An diesem erkennt der Endkunde mühelos die Kompetenz einzelner Anbieter. Denn welcher Bauherr will sich mit Begriffen wie Lastklassen, Brand- und Schallschutz im Detail befassen.

Ein zusätzlicher Faktor für die System- und Herstellerauswahl mag die Antwort auf die Frage sein, ob der betreffende Anbieter Mitglied im Bundesverband der Systembodenhersteller ist. Das heißt nicht, dass der ortsansässige Zimmerer oder Bauunternehmer in der Lage wäre, Kunden- und Bedarfsgerechte Lösungen in einwandfreier Qualität zu liefern.

Unumgänglich ist bereits in der Bauplanung die Einbindung aller betroffenen Gewerke. Ob Elektrik, Klima, Lüftung, Gas- und Wasserinstallation, Datenverarbeitung oder Telekommunikation sowie Brand- und Schallschutz, es sollte kein Gewerk hohlboden2.jpgausgelassen werden.

Denn die verminderten Installationskosten sollten beim Bauherrn verbleiben, der die Mehrkosten für den Hohlboden getragen hat.